Doch nicht nur mit dem Namen wird bei Crimson Delight eine Nähe
zur Vorgängerband hergestellt, sondern sie ist auch musikalisch
gegeben. "Crimson Delight basiert durchaus auf den gleichen musikalischen
Wurzeln wie Crimson Gallery", sagt Jutta Jasím, "nur
die spanischen Anklänge der zweiten Produktion haben wir bei
der neuen Formation nicht wieder aufgegriffen. "
Rock und Pop heißen diese Wurzeln. Sicherlich kein neuartiges
oder seltenes Pflänzchen, das daraus wachsen mag, aber eines,
das sich an große Vorbilder anlehnen darf: Das Singer/Songwriter-Quintett
mit seiner weiblichen Stimme gemahnt an musikalische Größen
wie Alanis Morissette, Sheryl Crow oder No Doubt.
Es sind die drei Frauen in der Band, die sich als Songwriterinnen
hervortun. Neben Jasím, welche die Mädchenmusikwerkstatt
im Jugendhaus Birkach leitet, und Moe ist es auch noch Natalia Pavlovshi,
die Texte und stimmige Melodien dazu ersinnt. Die in Russland und
Rumänien aufgewachsene Leadgitarristin greift dabei auf Songs
zurück, die sie seinerzeit bereits mit ihren Bands in Bukarest
komponiert hat. "Das sind dann schon auch neue musikalische Einflüsse",
sagt Jasím. Doch auf der ersten CD von Crimson Delight, die
in London produzierte wurde und den Titel "Appetizer" trägt,
sind die noch nicht zu h ören.
Die große Mehrzahl der Songs des Albums stammt aus der
Feder von der in England aufgewachsenen Jasím - die schon
während
ihrer Zeit bei Crimson Gallery textete. Einen Song hat Moe
beigesteuert. "Wir
fahren mit den Aufnahmen durchaus zweigleisig", sagt Jasím, "denn
drei der sieben Songs sind Acoustic-Versionen." Auch im Cassiopeia
werden sie dieses Programm spielen. Dabei wird auch der Bassist
Trevor Brown für eine Überraschung sorgen, wenn er erstmals
live zum Saxofon greift - und nicht nur mit Moe zusammen für
die Backing Vocals zuständig
ist.
Die erste CD nach bislang sechs gespielten Konzerten in dem einen
Jahr des Bestehens von Crimson Delight, das auch noch durch eine
viermonatige Babypause unterbrochen wurde: "Trotzdem sind wir alle längst
keine Frischlinge mehr", sagt Jasím. Was sich in dem Jahr
getan hat, das wird die Band dort zeigen, wo es vor einem Jahr losging:
im Cassiopeia. "Ich finde den Club wunderschön", sagt
Jasím. Und er ist fast so gemütlich wie das eigene Wohnzimmer.
Dort kann man bald auch regelmäßig Crimson Delight hören.
Auf CD.
Crimson Delight präsentiert ihre CD "Appetizer" heute
um 21 Uhr im Kulturcafé Cassiopeia, Waldebene Ost 20.